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Wirtschaft/Politik

Im Wirtschaft/Politik-Unterricht richten wir unsere Blicke auf die Themenfelder Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Ziel ist es, nicht nur Werte wie Respekt, Toleranz und Vielfalt unter einer multiperspektivischen Herangehensweise zu vermitteln, sondern diese auch in Diskussionen, Wirtschaftssimulationen und Dilemmata-Situationen erlebbar zu machen, um durch eine individuelle Moralentwicklung und durch die Entwicklung gerechten Handelns mündige Schüler*innen hervorzubringen.

Von zentraler Bedeutung ist hierbei das Fällen begründeter Urteile sowie das Nachvollziehen konkurrierender Perspektiven. Innerhalb des Faches bedeutet dieses auch eine permanente Offenheit für Neues und den Einbezug der Interessen unserer Schüler*innen. Unterstützt wird dieses durch das Lernen an anderen Orten und den Kontakt zu externen Institutionen und Partnern, sowohl in der Kommune als auch in Europa, auch um eine gute Berufs- und Studienorientierung zu gewährleisten.

Podiumsdiskussion mit Parteien

Am Freitag wurden im Vorfeld der im September stattfindenden Bundestagswahlen Jungpolitiker aus den verschiedenen Parteien eingeladen und stellten sich freudig den Fragen der Schüler*innen des Q2-Jahrgangs sowie des gesellschaftswissenschaftlichen Profils.

Nach der Begrüßung durch Herrn Kilian ging es zunächst in einer Podiumsdiskussion darum, die Par-teimitglieder und die Hauptintentionen der einzelnen Parteien kennenzulernen. Zudem stellte unser Moderationsteam die in den Jahrgängen herausgearbeiteten Fragen, z.B. wie die Parteien sozialer Un-gleichheit und 2,8 Millionen armutsbedrohten Kindern entgegenwirken wollen oder was sie sich unter einem „normalen“ Deutschland vorstellen.

Im Anschluss stellten die Politiker der Parteien sich in Einzelgesprächen im sogenannten World Café den Fragen der Schüler*innen. Gerade hier kamen viele gute Gespräche zustande, die bei den zukünftigen Erstwählerinnen und Erstwählern einen bleibenden Eindruck hinterließen.

Im Namen der Schule bedanken wir uns bei Philippa Petersen (SPD), Max Mordhorst (FDP), Thiemo Koch (SSW), Tobias Kruschke (JU) und Jakob Brunken (Bnd. 90/Grüne) für Ihr Dabeisein, den konstruktiven Austausch und die offenen Ohren auch für individuelle Fragen.

Wahlsimulation am KGN

Auch wenn die meisten Schüler*innen bei den Bundestagswahlen noch nicht wählen durften, so konnten sie dies am Freitag vor der Bundestagswahl bereits in einer simulierten Wahl am KGN tun.
Aufgerufen waren die Jahrgangsstufen 9 bis Q2 ihre Stimme für jeweils einen Kandidaten sowie eine Partei abzugeben. 271 von 301 „Wahlberechtigten“ warfen dabei ihren Wahlzettel in die Urne, drei davon ungültig. Die Wahlbeteiligung lag somit bei ca. 89%, was zeigt, dass Schüler ein Interesse an der Gestaltung ihrer Zukunft haben. Für viele eine tolle Erfahrung, in der Wahlkabine zu sitzen und entscheiden zu dürfen.

Schon im Vorfeld diskutierten die Schüler*innen im WiPo-Unterricht und stellten Vermutungen hinsichtlich der erwarteten Wahlergebnisse auf. Die These, dass die Grünen unter jungen Menschen mehr Zulauf haben, bestätigte sich nach Auszählung: Die Nase vorne hatte am Ende Jakob Brunken (DIE GRÜNEN) bei den Erststimmen mit 32% vor Jörg Hansen (FDP) mit knapp 24%. Den dritten Platz nahm Bettina Hagedorn (SPD) mit 21% ein, die letztendlich bei der richtigen Bundestagswahl das Direktmandat gewann.

Bei der Zweitstimme stand der Wählerwille ebenfalls deutlich auf Veränderung. Hier erreichten Die Grünen 31,7% vor der FDP mit 26,5%. Dahinter folgen SPD (13,8%), Die Linke (8,21%) sowie CDU (5,2%). Die dänische Minderheitspartei SSW erreichte 1,5% und wäre somit ebenfalls in einem fiktiven Parlament vertreten. Den Einzug in einen möglichen Bundestag verpasste hingegen „Die Partei“ knapp mit 4,9%.

In der kommenden Schulwoche wird es um die Auswertung der Wahl gehen. Dabei soll es um folgende Fragen gehen: Wie haben andere Wähler aus anderen Altersgruppen abgestimmt? Wie unterscheiden sich die Ergebnisse des KGN von denen der Bundestagswahlen? Warum sind welche Parteien populär oder unpopulär?

Für die beteiligten Schüler*innen stand eines aber schon jetzt fest: Bei der nächsten offiziellen Wahl wollen sie dabei sein - allein schon um ein Zeichen zu setzen.

Beendet den Krieg

„Was für eine Welt könnten wir bauen, wenn wir die Kräfte, die ein Krieg entfesselt, für den Aufbau einsetzten?“ (Albert Einstein)

Eines der größten Länder Europas wird von einem Krieg erschüttert. Über 1,5 Millionen Menschen sind auf der Flucht aus der Ukraine. Der russische Angriffskrieg destabilisiert die europäische Friedensarchitektur und löst Ohnmachtsgefühle aus.
Gegen diese Entwicklung wollen wir ein Zeichen setzen und aktiv werden. Das KGN spricht sich gemeinsam mit allen Neustädter Schulen für Frieden in der Ukraine aus. Wir wollen den unter dem Krieg leidenden Zivilisten unsere Solidarität aussprechen. Dazu verfassten wir im Wipo- und Geschichtsunterricht Botschaften und gestalteten Plakate, die die Klasse Ec am vergangenen Freitag auf der Rathausmarkttreppe niederlegten. Das Zitat oben ziert eines von ihnen. Im Gespräch mit Menschen auf dem Markt entstanden schon erste Ideen, wie unsere Schule die betroffenen Menschen unterstützen könnte.

Podiumsdiskussion mit Parteien 2022

Im Vorfeld der schleswig-holsteinischen Landtagswahl am 8. Mai fand auch in diesem Jahr wieder eine politische Podiumsdiskussion als Informationsveranstaltung für unsere Schülerinnen und Schüler, unter denen einige Erstwählende sein werden, statt. Am Mittwoch besuchte uns mit sieben Vertreterinnen und Vertretern ein breites Parteienspektrum. Unter der Leitung eines Moderationsduos aus dem E-Jahrgang wurden Fragen zu Bildungs- und Umweltthemen diskutiert. Im anschließenden Format des World Cafés konnten sich die Schülerinnen und Schüler mit weiteren Fragen im direkten Gespräch an die Politikerinnen und Politikern wenden. Unser besonderer Dank gilt Susanne Spethmann (Die Linke), Gregor Voht (Freie Wähler), Hendrik Garken (FDP), Falko Siering (Bündnis 90/Die Grünen), Niclas Dürbrook (SPD), Finn Wandhoff (CDU) sowie Volker Schnurrbusch (AfD) für die Bereitschaft zur Teilnahme an dieser Veranstaltung.

Das KGN wählt wieder

Im Vorfeld der Landtagswahl durften unsere Schülerinnen und Schüler auch in diesem vorab ihre eigene schulinterne Wahl abhalten. Am Freitag waren dabei neben dem wahlberechtigten Anteil der höheren Jahrgänge auch die 9. und 10. Klassen dazu aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. Schon morgens startete die 9c mit der Vorbereitung in der Mensa. In kleinen Teams organisierten sich die Schülerinnen und Schüler mit viel Engagement als Wahlhelfer und unterstützten so ihre Mitschülerinnen bei der Stimmenabgabe.

Von den 304 Wahlberechtigten nahmen 223 teil. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 73,3%, die darauf zurückzuführen ist, dass der Abi-Jahrgang am Wahltag seine Zeugnisse erhielt und so nicht in Gänze teilnehmen konnte.

Die Motivation der Partizipationsmöglichkeit zog sich jedoch spürbar durch die Schülerschaft. Es wurde teils heiß diskutiert, welche Partei die eigene Stimme erhalten solle, die dann unter realitätsnahen Bedingungen, bestehend aus Wahlkabinen, Wahlurne und Wahlzetteln abgegeben wurde.

Nachdem am frühen Nachmittag die letzte Klasse den Gang in die Wahlkabine bestritten hatte, schloss der Wahlvorstand die Wahl, so dass die Auszählung beginnen konnte. Einige Kandidaten waren den Schülerinnen und Schülern bereits von der im März durchgeführten Podiumsdiskussion in der Sporthalle bekannt. Die meisten Erststimmen vereinte Niclas Dürbrook (SPD) auf sich. Mit 104 Stimmen (46%) gewann er vor Falko Siering (Die Grünen, 46 Stimmen und damit 21%) und Tobias Maack (FDP, 36 Stimmen und damit 16%) das Direktmandat für den simulierten Wahlkreis.

Bei den abgegebenen Zweitstimmen dominierte dagegen die Partei der Grünen. Sie erhielt 70 Stimmen (32%) und wurde damit stärkste Kraft vor der SPD (43 Stimmen bzw. 19%) und der FDP (40 Stimmen bzw. 18%). Besonders erwähnenswert ist darüber hinaus, dass die dänische Minderheit des SSW mit 12 Stimmen sogar die für sie nicht erforderliche 5%-Hürde zum fiktiven Parlament meisterte und die Partei der AfD bei unseren Schülerinnen und Schülern keinerlei Zuspruch erhielt.

In den kommenden WiPo-Stunden wird das Wahlergebnis aufgegriffen und dem der offiziellen Landtagswahl gegenübergestellt, um zu thematisieren, wie Wähler anderer Altersgruppen abstimmten und warum die am KGN dominierenden Parteien bei Jüngeren einen höheren Zuspruch erhalten als bei Älteren.

Eines steht aus Sicht der Schülerinnen und Schüler unbestritten fest: Wahlen sind die zentrale Säule unserer Demokratie – sie wahrzunehmen und mitzuentscheiden ist für sie selbstverständlich.


Herzlichen Dank für das tolle Engagement aller Beteiligter!